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Cleverer Klimaschutz: Der Acker übernimmt das Heizen

Vorschaubild: Copyright AdobeStock.com; Foto 1: Copyright Stadt Radolfzell

    

Beim Energiedienstleister GETEC ist der Klimaschutz Herzensanliegen und Geschäftsmodell zugleich. Dabei entwickelt das Unternehmen sich und seine Technologien ständig weiter, probiert Neues aus – und baut zum Beispiel an Deutschlands erstem komplett regenerativ versorgtem Gewerbepark mit. 

   

Wirtschaftlich und nachhaltig: Bei Projekten des Energiedienstleisters GETEC mit Sitz in Magdeburg gehen diese beiden Ziele seit jeher Hand in Hand. Allein 2020 konnte die GETEC Group für ihre Kunden etwa 570.000 Tonnen an CO₂-Emissionen vermeiden. Das entspricht in etwa der CO₂-Menge, die 228.000 Autos oder 114.000 Haushalte pro Jahr verursachen.

Schon seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1993 in Magdeburg gehörten der schonende Umgang mit Ressourcen und die Steigerung von Effizienz zum Leitbild der GETEC-Unternehmenspolitik. Seitdem hat sich viel getan – sowohl, was gesellschaftliche Klimaschutzziele als auch nachhaltige Technologien und Dienstleistungen betrifft. Das zeigt sich auch in der Größe und Struktur der GETEC: Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren in beiden Kundensegmenten – Industrie und Immobilienwirtschaft – enorm gewachsen, nicht zuletzt auch anorganisch wie etwa durch den Erwerb zweier Industrieparks nahe Basel oder der vormaligen URBANA in Hamburg oder ECS in Dresden und Garmisch Patenkirchen. Das Unternehmen erwirtschaftet inzwischen mit über 1.500 Mitarbeitern an 45 Standorten in Deutschland und Europa rund 700 Millionen Euro Gesamtleistung. Das Spektrum der GETEC umfasst dabei sämtliche Energiedienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette ihrer Kunden. In den Jahren hat GETEC auch eine besondere Expertise im Bereich nachhaltiger und zugleich wirtschaftlicher Energielösungen entwickelt. 

„GETEC hat in ihrem ESG Ansatz ein klares und konsequentes Commitment in Richtung Go Green Strategy getroffen. Wir wollen unsere große Kompetenz im Bereich der Renewables und der Energieeffizienz für die Senkung des Carbon Footprints unserer Kunden einbringen“, sagt Thomas Wagner, CEO der GETEC Group. 

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die folgenden Beispiele. 

   

Green Heating: Klimafreundlicher und effizienter heizen

Weil Heizungen in Deutschland die meiste Energie in Gebäuden verbrauchen und der Gebäudesektor mit anteilig etwa 30 Prozent die höchsten CO₂-Emissionen verursacht, widmet sich die GETEC dem Thema grüne Wärmeversorgung mit besonderem Nachdruck und ist zu einem Vorreiter auf dem Gebiet geworden. 

Seit der Einführung der CO₂-Bepreisung beim Einsatz fossiler Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas sind die klimafreundlichen GETEC-Lösungen dabei nochmals attraktiver und wirtschaftlicher geworden: Denn durch den CO₂-Preisaufschlag steigen die Heizkosten für Gebäudeeigentümer und Mieter. Das erhöht die Bereitschaft von Investoren, auf grüne Energie „umzusatteln“.

Mit Green Heating bietet GETEC verschiedene integrierte Lösungen für den Gebäudebestand an, welche die Kunden auf ihrem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung unterstützen und dabei dennoch wirtschaftlich und versorgungssicher sind. Ein Produktmodul von Green Heating beinhaltet verschiedene Modelle zur Modernisierung von Zentralheizungen. Neben Basislösungen wie moderne Brennwerttechnik gehören zunehmend regenerative Lösungen wie Pellet-Heizungen, Wärmepumpen als Power-to-heat Lösung sowie Solarthermie zum Angebot. Ein weiteres Produktmodul zielt auf den Austausch alter Nachtspeicheröfen durch neue, digital angebundene und regelbare Speicherheizsysteme ab, die über eine intelligente IoT-Steuerungsplattform wetter- und bedarfsbasiert Strom beziehen können. Somit kann auch zu wind- und sonnenstarken Zeiten regenerativ erzeugter Grünstrom zur Verfügung stehen.

    

Pilotprojekt: Erster Gewerbepark mit 100 Prozent Versorgung aus erneuerbaren Energien

Wie grün Firmen in der Zukunft mithilfe innovativer Energieversorgung werden können, zeigt die GETEC bei einem bisher einzigartigen Projekt in Radolfzell am Bodensee: Im November 2020 bekam der Energiedienstleister bei einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag als Investor und Betreiber des ersten Gewerbeparks in Deutschland, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen versorgt werden wird. 

Das Besondere ist, dass hier Agrothermie als regenerative Energiequelle genutzt wird. In anderen Worten: Die Wärme für Büros und Produktionshallen kommt aus dem Acker. Dafür installiert die GETEC ein 21.250 Quadratmeter großes Bodenkollektorfeld, das Erdwärme aufnimmt und mittels Wärmepumpen in Raumwärme umwandelt. Der dafür benötigte Strom ist komplett grün: Er wird aus einer dezentralen Photovoltaikanlage gewonnen, die ebenfalls zum Anlagenbestand gehört.

„Moderne Quartiere und Gewerbeparks von morgen sind smart, grün und effizient“, sagt Michael Lowak, Segment CEO Immobilienwirtschaft der GETEC Group. Der neue Gewerbepark Blurado habe gleich doppelten Leuchtturm-Charakter – nicht nur als erster emissionsneutraler Gewerbepark Deutschlands, sondern nicht zuletzt als Vorreiter für eine einzigartige Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Kommune, öffentlichem Unternehmen und Privatwirtschaft. Lowaks Fazit: „So geht Energiewende.“

   

G+E GETEC Holding GmbH