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Dorf im Dorf: Zeichen setzen für gutes Wohnen im Alter

Das Projekt „Dorf im Dorf“ ist für den Münchner Bauprojektentwickler SEMODU ein Herzensprojekt in Bezug auf nachhaltiges und altersgerechtes Wohnen. Beim Projekt, das sich derzeit in der Planungsphase befindet, will das ZIA-Mitglied gänzlich auf seinen Gewinn verzichten, um ein Statement zu setzen: Neubau ist für alle Gruppen der Gesellschaft mach- und bezahlbar! 

    

Mitten in einem kleinen schwäbischen Städtchen mit 5.500 Einwohnern nahe Stuttgart: Vier Häuser gruppieren sich um einen Platz mit einem Brunnen, einer Linde und einem Café, das auch als Veranstaltungsraum dient. Alle Häuser verbindet im Obergeschoss eine umlaufende Veranda. Wer aus seiner Wohnungstür tritt, ist so mitten im Geschehen und im Kontakt. Wer seine Privatsphäre wünscht, kann sich in die eigene Wohnung zurückziehen. Auf den begrünten Dächern wachsen Moose und Gräser und Photovoltaikanlagen spenden Wärme und Energie. So kann modernes betreutes Wohnen im Alter aussehen, wenn es nach dem Münchner Bauprojektentwickler SEMODU geht. 

Das Projekt „Dorf im Dorf“ in der Metropolregion Stuttgart befindet sich derzeit in der Planungsphase. Im Herzen des mittelalterlichen Städtchens sollen hier Senioren einen neuen Lebensraum finden. Passenderweise auf einem herzförmigen Grundstück. Rund 20 Prozent der Einwohner dieses Landkreises sind bereits über 65 Jahre. Die geburtenstarken Jahrgänge des deutschen Wirtschaftswunders kommen nun in das Rentenalter.

Und obwohl die Zahl der älteren Menschen in Deutschland steigt, erleben gerade im Alter viele Menschen eine starke Vereinsamung. Soziale Kontakte brechen weg, hinzu kommen die steigenden Mieten – vor allem in Ballungszentren. „Gleich zwei unserer Standorte gehören zu den teuersten Städten Deutschlands“, sagt SEMODU Vorstand Frank Talmon l‘Armée und bezieht dies auf Stuttgart und München, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Eine kleine Stadt abseits der Urbanität ist deshalb für SEMODU der ideale Standort für sein Pilotprojekt.

Der Ort liegt eine knappe Autostunde von Stuttgart entfernt, viele Senioren verbringen hier ihren Lebensabend. Die Stadt hat eine eigene Arbeitsgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, ältere Menschen in einer älter werdenden Gesellschaft zusammenzuführen, gegenseitige Kontakte zu ermöglichen und bestehende aufrecht zu erhalten. „Lebensqualität für ältere Menschen bedeutet, ein attraktives und lebenswertes Umfeld zu erhalten oder zu schaffen“, schreibt der Arbeitskreis auf seiner Internetseite und nennt als Beispiele hierfür einen Seniorenmittagstisch und das Bürgerauto, das Senioren als Mobilitätshilfe ergänzend zum Öffentlichen Nahverkehr durch die Stadt fährt. 

Das Projekt „Dorf im Dorf“ könnte schon bald hieran anknüpfen, denn es greift exakt die Bedeutung der Zusammenführung auf und füllt sie mit Leben: Die Architektur des Häuser-Ensembles richtet sich klar auf den Treffpunkt in der Mitte aus. Das Projekt ist so angelegt, dass 24 Wohnungen in einer Größe zwischen 45 und 90 Quadratmetern sowohl Alleinstehenden als auch Paaren und kleineren Lebensgemeinschaften Lebensraum bieten. Die serielle Bauweise mit vorfertigten Wandteilen soll Kosten sparen. „Einer der größten Vorteile neben der Kostenersparnis ist die freie Wahl zwischen dem Genießen der Privatsphäre oder dem Entschluss, sich ‚unter das Volk zu mischen‘“, äußert Frank Talmon l‘Armée.  Das Projekt sei eine Herzensangelegenheit, weil bezahlbarer Wohnraum ganz besonders für ältere Menschen wichtig ist und deshalb alle Beteiligten die Verantwortung hätten, dies zu ermöglichen. Ob Architekt, Projekt-Entwickler, Stadtverwaltung oder Anwohner – es liege an der Gemeinschaft, das Projekt für die Gemeinschaft zu realisieren. 

Noch ist das Grundstück eine grüne Wiese, der Baubeginn derzeit noch nicht konkret. Doch bei SEMODU denkt man schon weiter: „Es handelt sich um ein Konzept, das potenziell auf jeden beliebigen Standort im kommunalen Umfeld Deutschlands übertragen werden kann“, sagt Jochen Dorner, Head of Business Development. Das Ziel von SEMODU sei es, dieses noch an vielen anderen Orten in Deutschland umzusetzen – für eine lebendige Gesellschaft.

   

SEMODU AG