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Wie wir das Morgen gestalten

Smartes Wohnen, flexibles Arbeiten und ein neues Miteinander in Quartieren – das sind die Antworten der Immobilienwirtschaft auf die Megatrends unserer Zeit. Durch kluge Transformation entstehen moderne Lebensräume.

   

Globalisierung und Digitalisierung, demografische Veränderungen und Klimawandel – das sind die Schlagworte unserer Zeit, die aber zusammen die Initialzündung für einen gesamtgesellschaftlichen Wandel bilden. Das Bedürfnis nach vernetzten, integrativen und nachhaltigen Innovationen wird zunehmend lauter. Dabei hat die Corona-Krise nochmals vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Veränderungen voranzutreiben. So auch in der Immobilienwirtschaft, die Arbeits- und Wohnräume bereitstellt und damit für jeden Menschen die Grundlage zum Leben schafft. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, reagiert die Immobilienwirtschaft selbst mit einem umfassenden Paradigmawechsel und wird zum entscheidenden Wegbereiter mit Innovationskraft.

Der ZIA und seine Mitgliedsunternehmen sprechen dabei immer mehr von Schnittstellen-Innovationen. Einzelne Gebäude und ihr Umfeld werden nicht mehr getrennt, sondern zusammengedacht. Die Frage lautet also, wie können Verbindungen zwischen verschiedenen Immobilien und -arten und dem Leben, das darin und darum herum stattfindet, hergestellt und ausgebaut werden, sodass Vorteile für alle entstehen.

   

Wo smart gewohnt wird, wird auch smart gebaut!

Besonders die digitale Transformation eröffnet für das bau- und immobilienwirtschaftliche Wertschöpfungssystem große Potenziale, mit denen die Branche darüber hinaus neue Nachhaltigkeitsstandards setzt. Der Einsatz von Drohnen kann beispielsweise effizientere und schnellere Baustellenabmessungen ermöglichen, intelligente Robotik und 3D-Druck machen modulares Bauen realisierbar, wodurch Gebäudesanierungen und Umbauungsprozesse durch die Wiederverwendung einzelner Bauteile in Zukunft nachhaltiger gestaltet werden. Auch die geplante Etablierung von Datenaufbereitungssoftwares, wie das „Building Information Modeling“ (BIM), das über Datensammlungen 3D-Modelle von Gebäuden erstellt, kann zu Verbesserungen in der Projektentwicklung und -planung führen. Der große Vorteil ist ein abgestimmter Ressourcenverbrauch und damit einhergehend die Anpassung des Baus an bestimmte Kundenbedürfnisse. Wenn von klimafreundlichen und damit CO₂-Emissionen senkenden Bauen die Rede ist, dann wird in der Immobilienwirtschaft Beton gegen eine Holz-Hybrid-Bauweise ersetzt.

Durch die neue Schwerpunktsetzung der Immobilienwirtschaft auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit können auch im Wohnbereich entsprechende Innovationen Einzug halten. Smart-Home-Technologien, wie vernetzte Sensoren, können zum Beispiel automatisch Licht, Wärme und Luftzufuhr regulieren oder vorausschauende Wartungen durchführen, was in Anpassung mit den jeweiligen Umweltbedingungen einen effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen verstärkt. Smartes Wohnen ist nach Anspruch der Immobilienbranche somit immer an eine gesteigerte Lebensqualität, an Gesundheit und Komfort geknüpft. Über die intelligente Vernetzung von Wohnungen und Häusern soll darüber hinaus eine erhöhte Sicherheit und Kommunikation garantiert werden. 

   

Modern, vernetzt und gesund – die Büroflächen von Morgen

Mit der Unterstützung vom ZIA hat die Technische Universität Darmstadt die Zukunft von Büroimmobilien und die Bedingungen von Beschäftigten im Homeoffice analysiert. Spätestens seit der Corona-Krise ist für viele Mitarbeiter mobiles und flexibles Arbeiten zum Alltag geworden. Hat sich damit auch das Bedürfnis nach einem bestimmten Arbeitsraum geändert? 

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, „die Zukunft wird nach wie vor im Büro gemacht“, so Andreas Wende, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses für Büroimmobilien. Dennoch verändern sich die Anforderungen an die Büroflächen: neue Strukturen, wie Co-Working-Spaces oder Third Places, die eine höhere Vernetzung von Unternehmen ermöglichen, und ein digitaler Ausbau zum smarten Büro sind hier zu nennen. Die Immobilienwirtschaft nimmt die Bereitstellung eben dieser Arbeitsplätze innovativ in die Hand. Dazu gehört auch der Zuschnitt der Büroflächen auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Hier stehen vor allem Faktoren wie Belichtung, Lärm, Klimatisierung und Belüftung im Vordergrund. Die Entwicklung gesunder und attraktiver Arbeitsräume ist somit die Zukunft in diesem Asset. 

    

Für die Zukunft in Quartieren 

Die deutsche Immobilienwirtschaft sieht sich als Vorreiter in der Entwicklung von Smart Cities. Vernetzte Quartiere mit eigenen Mobilitätsinfrakstrukturen, intelligenten Versorgungssystemen und neuen Möglichkeiten der Integration sind ihre Antwort. Damit entfernt sich die Immobilienwirtschaft immer mehr vom Einzelobjekt und visiert ein neues Miteinander an. Gleichzeitig soll damit die Leistungsfähigkeit von Immobilien und Stadtraum gesteigert werden, was zukünftig die Maßnahmen für eine effiziente Stadterweiterung darstellt. 

Denn Quartiere ermöglichen nicht nur einen durchmischten Lebensraum, indem Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Gesundheitsversorgung und Büros verbunden sind, sie setzen darüber hinaus durch smarte und energieeffiziente Gebäudetechnologien die Bedürfnisse nach Digitalisierung und Klimaschutz um. Dafür stehen auch die kurzen Wege. Lebendig und attraktiv wird der Wohn- und Arbeitsraum allerdings durch die vielfältigen Nutzungsgruppen, die durch barrierefreie und altersgerechte Gebäude angezogen werden sollen. Das Leben in Quartieren wird zudem mit einer starken Nachbarschaftsbildung verknüpft, die in Zukunft nicht nur das Gemeinschaftsgefühl fördert, sondern neben technischen Sicherheitssystemen auch ein sicheres Zusammenleben leistet. Insgesamt ist für die Immobilienwirtschaft das Quartier somit die erfolgsversprechende Vision, um die Innenstädte Deutschlands lebendig zu halten.

   

ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.